Fortbildungsreihe / 3 Seminare (Jedes Seminar kann auch einzeln gebucht werden)

„Professioneller Umgang mit Gewalt im pädagogischen Alltag“

Eine wirksame Gewaltprävention dient der Reduzierung von Gewalt und schafft perspektivisch ein soziales Klima der gegenseitigen Achtung und Unterstützung. Eine wirksame Gewaltprävention macht Kinder und Erwachsene stark. „Starke Kinder“ vertrauen auf ihre Gefühle, äußern Bedürfnisse und stehen zu ihnen. Sie bauen auf Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, statt auf körperliche Stärke und Gewalt.
„Starke Erwachsene“ sind glaubwürdige Modelle für persönliches Wachstum, nicht für Unfehlbarkeit. Sie nehmen Kinder ernst und werden ernst genommen, sie fordern Kinder zur Auseinandersetzung auf und machen Mut.

Wie können Schlüsselkompetenzen, insbesondere die der sozialen Kompetenz, bei Kindern und Jugendlichen professionell gefördert werden?Was brauchen Erwachsene um ihre Erziehungskompetenz, insbesondere ihre Konfliktfähigkeit, zu stärken?
Wie kann eine pädagogische Einrichtung ihre Konfliktkultur nachhaltig verbessern?
Welche Voraussetzungen müssen Träger und Leitungen von pädagogischen Einrichtungen schaffen, um ihre MitarbeiterInnen und KlientInnen vor Gewalt zu schützen?

Die Teilnehmer erhalten ein Handout der Seminarinhalte sowie eine Teilnahmebescheinigung.

 

Basisseminar „Gewaltprävention“ 

Ziel einer professionellen Gewaltprävention ist es, Bedingungen zu schaffen, die innerhalb einer pädagogischen Einrichtung oder Schule Gewalt nachhaltig reduzieren. Die Vorraussetzungen einer wirksamen Gewaltprävention wird vom jeweiligen Träger der Einrichtung, der Leitung, dem Kollegium oder Team und den einzelnen Pädagog*innen getragen.

Vermittelt wird daher eine professionelle Haltung zum Thema Gewalt, welche eine entscheidende Grundvoraussetzung für eine wirksame Gewaltprävention darstellt. Außerdem werden mögliche Rahmen, Strukturen und Regeln innerhalb pädagogischer Einrichtungen oder Schulen hinsichtlich des Umganges mit Gewalt thematisiert und diskutiert. Zugleich werden konkrete Instrumente zur Optimierung dieser vorgestellt. 

Inhalte:

  • Vorstellung präventiver Maßnahmen zur Gewaltprävention, wie das Erstellen von Schutzkonzepten zur Verhinderung sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt in pädagogischen Einrichtungen
  • Vorstellung gewaltpräventiver Rahmenbedingungen, Regeln, Strukturen und Kommunikationsprozesse innerhalb von pädagogischen Einrichtungen
  • Vermittlung wirksamer gewaltpräventiver Methoden im pädagogischen Alltag

 

Basisseminar „Deeskalation“ 

Trotz guter Gewaltprävention in pädagogischen Einrichtungen und Schulen, treten im pädagogischen Alltag Konflikte und damit verbundene Gewalt auf. Es sollte also zum „Handwerkszeug“ einer jeden Pädagogin und eines jeden Pädagogen gehören auf solche Situationen deeskalierend einwirken zu können. 

Den Teilnehmenden wird eine bessere Einschätzung von Gefahrensituationen vermittelt. So wird unter anderem die Wahrnehmung der Klientinnen und Klienten hinsichtlich ihres Aggressionspotenzials und individuellen Aggressivitätsauslösern geschult. Darüber hinaus wird ein bewusster Umgang mit dem eigenen Auftreten in Bezug auf Körpersprache, Gestik, Mimik und Stimme veranschaulicht. Dargestellt werden gleichermaßen verschiedene Interventionstechniken der Deeskalation von Konflikten sowie Gesprächstechniken der psychologischen Deeskalation.

Inhalte: 

  • Bessere Gefahreneinschätzung für Fachkräfte in Konfliktsituationen (z.B. Wann wird es für mich in Konflikten gefährlich? Wie kann ich mich schützen?)
  • Sicherheit in Konflikten durch Wissensvermittlung über Rechte und Pflichten der Fachkräfte: Wann muss ich mir Hilfe holen und wo bekomme ich sie?
  • Techniken zur Deeskalation: Von Gestik und Mimik bis hin zu Gesprächsführung in Konfliktsituationen

 

Basisseminar „Klärung von Konflikten“

Die professionelle Aufarbeitung von Konflikten und Übergriffen gehört zum „täglichen Brot“ der pädagogischen Arbeit.

Unter anderem werden innerhalb des Seminars lösungsorientierte und konfrontative Gesprächstechniken eingeübt sowie Entscheidungsprozesse und Kommunikationswege innerhalb der Einrichtungen/Schulen zur professionellen Klärung etwaiger Gewaltvorfälle dargestellt.

Inhalte:

  • Vermittlung systemisch/lösungsorientierter sowie konfrontativer Gesprächstechniken
  • Fallbeispiele aus den Praxiserfahrungen der Teilnehmer*innen werden aufgegriffen und exemplarisch behandelt
  • Einüben von Gesprächstechniken in Kleingruppen

 

Referent: 
Thorsten Immig
staatl. anerkannter Jugend- und Heimerzieher
Anti-Aggressivitäts-Trainer®
Coolnesstrainer®
Präventionsmanager sexuelle Gewalt (IPBM)
Dozent Duale Hochschule Baden- Württemberg (DHBW)

Herr Immig besitzt 20 Jahre praktische Erfahrung in Gewaltprävention an Schulen, Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen, im Strafvollzug und in Fällen häuslicher Gewalt sowie in der Erwachsenenbildung im Rahmen von Fortbildungen, Unterricht an Erzieherschulen und der Dozententätigkeit an Hochschulen.